Wotan Wanderer

28.04. bis 04.08.2013

F. W. Bernstein

zum 75. Geburtstag

Ausstellung

F. W. Bernstein, Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule, langjähriger Mitarbeiter der Satire-Zeitschriften »Pardon« und »Titanic« und unter seinem bürgerlichen Namen Fritz Weigle von 1984 bis 1999 weltweit erster Professor für Karikatur und Bildgeschichte, gehört zweifellos zu den bedeutendsten zeitgenössischen Vertretern der satirischen Künste. Anlässlich seines 75. Geburtstags zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover vom 28. April bis zum 4. August 2013 eine Kabinettausstellung mit ausgewählten Werken aus dem vielgestaltigen Schaffen des besessenen Zeichners und Bild-Wortkünstlers.

„Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche.“

Mit diesem hintergründigen Zweizeiler ging F. W. Bernstein nicht nur in den modernen deutschen Zitatschatz ein, sondern formulierte damit auch das Motto einer neuen Generation von Satirikern in Deutschland, die in der Neuen Frankfurter Schule ihr Sprachrohr fand. Mit seinen verschrobenen, verrätselten Sprach- und Bild-Schöpfungen gehört der zeichnende Literat Bernstein seit gut 50 Jahren zur Speerspitze der deutschsprachigen Satire.

Die Ausstellung gewährt mit einer handverlesenen Auswahl von knapp 120 Arbeiten einen sehr persönlichen Blick auf sein Schaffen. Gezeigt werden neben Skizzenbüchern und typischen Bernstein-Karikaturen insbesondere aktuelle, bisher teils unveröffentlichte Blätter des Künstlers. Darunter sind auch Zeichnungen zum Buch »Götter, Menschen und sieben Tiere: Richard Wagners ›Ring des Nibelungen‹« – Ein Gestaltenreigen, das Bernstein mit seinem langjährigen Freund und Kollegen Eckart Henscheid erst jüngst publiziert hat.